Kämpfe um ein Recht auf Stadt! Aber welches Recht? Und welche Stadt?

Seit einigen Jahren werden in vielen Städten weltweit Forderungen nach mehr Partizipation, gerechter Wohnraumversorgung für alle oder ausreichend Freiräumen unter dem Motto „Recht auf Stadt“ gestellt – so auch in Dresden. Der französische, marxistische Philosoph und Soziologe Henri Lefebvre hat Ende der 1960er einen kämpferischen Text zum „Recht auf Stadt“ geschrieben, auf den die Bewegungen sich heute auch immer wieder beziehen. Mein Vortrag stellt Henri Lefebvre, seine grundsätzliche theoretische Haltung sowie sein Konzept von Recht auf Stadt vor und stellt Bezüge zu heute her. Fragen, die wir dann auch gemeinsam diskutieren können, werden sein: Was können wir heute noch von Lefebvres Theorien lernen? Können und müssen wir es heute erweitern? Was sind geeignete ergänzende Perspektiven?

Vortrag und Diskussion mit Anne Vogelpohl
Donnerstag, 20. Mai um 20 Uhr
Ort: wird noch bekannt gegeben / voraussichtlich online

Anne Vogelpohl ist Sozialwissenschaftlerin und forscht zur Stadt/soziale Ungleichheit, Theorien Henri Lefebvres und Wohn- und Stadtpolitik in Hamburg. Sie schreibt u.a. für die Zeitschrift sub/urban, etwa Henri Lefebvres „Recht auf Stadt“ feministisch denken – Eine stadttheoretische Querverbindung von 1968 bis heute. In: sub\urban – Zeitschrift für kritische Stadtforschung 6(2/3).

Der Vortrag ist eine Veranstaltung unserer losen Reihe zum Recht auf Stadt in diesem Jahr. Wir sind seit einigen Jahren Teil der Kämpfe besonders um Wohnen und Wohnungslosigkeit in Dresden. Organisiert sind wir dazu im Bündnis „Mietenwahnsinn stoppen!“ Dresden sowie in der BettelLobby Dresden. In diesem Jahr wollen wir uns dem Recht auf Stadt auch theoretisch nähern. Dafür organisieren wir Veranstaltungen wie Vorträge, Lesespaziergänge und Comiclesungen rund um Fragen der solidarischen Stadt.

Die Veranstaltung findet in Zusammenarbeit mit Weiterdenken – Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen statt.