Wenn Abstand, dann für alle!

Abstand halten in Zeiten von Corona ist richtig und vernünftig. Wenn einige zur Schau stellen, wie sie das Gebot physischen Abstands ignorieren, ist das in der Tat unsolidarisch gegenüber all denen, die von Corona schwer getroffen werden können. Derzeit wird Isolation aber zum Inbegriff der Solidarität umgedeutet. Isolation muss man sich aber leisten können. Solidarität bedeutet mehr: nämlich soziale Gleichheit zu schaffen, damit alle geschützt und sicher leben können! Weiterlesen

Mietenwahnsinn stoppen – Housing Action Day am 28. März

Die Kundgebung am Housing Action Day findet aufgrund der Corona-Krise nicht statt. Hängt Transparente und Schilder an eure Wohnung gegen Verdränung und Mietenwahnsinn und unterschreibt die Petition für das Aussetzen von Mieten während der Corona-Krise!

Schutz vor Corona braucht ein Zuhause! Zu den Forderungen des Bündnis Housing Action Day 2020

Bewegung in der neoliberalen Stadt

Veranstaltungshinweis:

Donnerstag, 16. Januar 2020, 19 Uhr,
Ort: Kosmotique, Martin-Luther-Str. 13

Im globalen Wettbewerb haben sich Städte in eine Goldgrube für gewinnsuchendes Kapital verwandelt. Investoren sind zu einflussreichen Akteuren der Stadtentwicklung geworden. Dadurch verschärft sich die Frage nach den Möglichkeiten und Perspektiven von politischer Beteiligung.

Welche Interessen treffen in den aktuellen stadtpolitischen Konflikten aufeinander? Und welche Mittel stehen den Städtebewohner*innen zur Verfügung, um ihr „Recht auf Stadt“ geltend zu machen?

Die Politikwissenschaftlerin Margit Mayer erforscht seit langem die Auseinandersetzungen um den städtischen Raum und die Rolle sozialer Bewegungen im Kontext der neoliberalen Umstrukturierung in den Städten. Ihren Vortrag zu aktuellen stadtpolitischen Settings kommentieren und diskutieren Vertreter*innen lokaler stadt- und wohnungspolitischer Initiativen.

Margit Mayer ist emeritierte Professorin für Politikwissenschaft am John-F.-Kennedy-Institut für Nordamerikastudien der FU Berlin. Mayer studierte Politikwissenschaft und promovierte 1977 am Fachbereich Gesellschaftswissenschaften der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main und habilitierte dort auch 1987. Als Gastdozentin hat sie an der University of California, Berkeley, University of California, Santa Cruz und an der New School for Social Research, New York gewirkt. Seit 1987 ist sie Professorin im Fachbereich politische Wissenschaften der FU Berlin, seit 1990 hat sie eine Professur am J.F.-Kennedy Institut inne. Ende Mai 2014 wurde sie emeritiert.
Mayers Schwerpunkte sind die parlamentarische und außerparlamentarische US-amerikanische Politik, neue soziale Bewegungen in den USA und in Deutschland, Stadtentwicklung und Stadtentwicklungspolitik, der Umbau des Wohlfahrtsstaats sowie Obdachlosigkeit in den USA und in Deutschland in vergleichender Perspektive.

Die Veranstaltung ist eine Kooperation von weiterdenken (Heinrich Böll Stiftung Sachsen) mit dem Institut für Geographie an der TU Dresden.

Kontraste-Beitrag zur Völkischen Obdachlosenhilfe

Das ARD-Magazin Kontraste hat einen Beitrag zum völkischen Verein der Obdachlosenhilfe in Dresden gesendet:

„Der Verein „Dresdner Bürger helfen Dresdner Obdachlosen und Bedürftigen“ erfreut sich in der sächsischen Landeshauptstadt großer Beliebtheit. Sein alljährliches Weihnachtsessen für Bedürftige wird von zahlreichen lokalen Sponsoren und Künstlern unterstützt. Kaum jemand stört sich daran, dass der Verein bevorzugt deutschen Bedürftigen helfen will. Dabei liegen die rechtsradikalen Bezüge des Vereins offen zutage: Gegen die aus dem Pegida-Umfeld stammenden Vorstände wird wegen Volksverhetzung ermittelt, der Verein arbeitet eng mit dem Netzwerk Einprozent zusammen, das die soziale Frage von Rechts besetzen will. Kontraste über das Versagen der Dresdner Zivilgesellschaft, sich von radikalen Rechten abzugrenzen.“

Einige Infos zu dem Verein und dem Personal haben wir vor zwei Jahren in einem offenen Brief zusammengetragen. Noch immer unterstützen Politiker*innen, Künstler*innen und weitere diesen Verein, obwohl das menschenverachtende Personal bekannt ist. Es ist ein Stück Kontinuität der Normalisierung und Verharmlosung völkischen Denkens in dieser Stadt.

Solidarische Hilfe für obdachlose und wohnungslose Menschen in Dresden organisiert z.B. die Treber Hilfe. Außerdem gibt es einen Kältebus, der unter der Nummer 0351-8036581.

Gemeinsam gegen Verdrängung und Mietenwahnsinn auf der #unteilbar-Demo

Wir, das Dresdner MIETENWAHNSINN-STOPPEN Bündnis rufen zur Teilnahme an der Demonstration von #unteilbar Sachsen am 24. August in Dresden auf. Die soziale Frage, Flucht und Migration dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden. Diesem Konsens von #unteilbar wollen wir uns anschließen. Unsere Forderung nach dem Recht auf Stadt und leistbarem Wohnraum wollen wir deshalb als Teil der #unteilbar Demonstration zum Ausdruck bringen. Schließt Euch gemeinsam mit uns dem #unteilbar-Block an, um Mietkämpfe sichtbar zu machen! Weiterlesen

Regierung mit der AfD verhindern! #WIRSTREIKEN

Wir dokumentieren einen Aufruf der Initiative #wirstreiken:

Da machen wir nicht mit! (Aufruf als PDF)

Wir streiken gegen eine Regierungsbeteiligung von Faschist*innen

Wir wollen mit all unserer Kraft, unseren Ideen und unserer Solidarität eine völkisch-autoritäre Regierung, also eine CDU-AfD-Koalition in Sachsen verhindern. Sollte sich im September nach der Landtagswahl doch eine Koalition der Konservativen mit der völkischen AfD ankündigen, wollen wir nicht überrascht sein oder ausgebrannt, sondern vorbereitet.

Die Regierungsbeteiligung einer faschistischen Partei nach 1945 wäre eine historische Zäsur. Wir wollen Handlungsspielräume gemeinsam diskutiert haben und nicht in Angststarre verharren. Wir wollen unser Wissen aus der Geschichte in Anwendung bringen, daher meinen wir, braucht es einen Streik.

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Debatte um Rote-Hilfe-Zeitung zur Repression gegen linke Oppositionelle in der DDR

Im Jahr 2017 haben wir gemeinsam mit dem Ermittlungsausschuss Dresden (EA) und dem Internationalistischen Zentrum (IZ) die Reihe „Was heißt hier Siegerjustiz?“ veranstaltet. Über den Grund hieß es in der Ankündigung:

Im Dezember 2016 erschien unter dem Titel „Siegerjustiz – Verfolgung und Delegitimierung eines sozialistischen Versuchs seit 1990“ die Ausgabe 4/2016 der Rote Hilfe Zeitung (RHZ). Zu Wort kamen ehemalige Funktionäre der DDR, die sich darüber beklagten, wie harsch mit ihnen umgegangen wurde. Es waren genau diese Funktionäre, die durch ihr Tun im Namen von Sozialismus und Kommunismus ein repressives System aufbauten, vertraten, mittrugen und Menschen indoktrinierten und ihnen die Selbstbestimmung absprachen.

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Wir wollen in einer solidarischen Stadt leben – unser Redebeitrag auf der „Mietenwahnsinn“-Kundgebung am 6. April

 

Wie wollen wir wohnen? Wir wollen wohnen, wo wir gerne leben, wo unsere Freund*innen wohnen, wo die Kinder in die Kita und die Schule gehen, wo wir arbeiten, wo wir uns begegnen können. Wo wir uns im Grünen erholen können. Wo die Luft atembar bleibt, statt in Abgasen zu ersticken. Wo es Möglichkeiten gibt sich im Sommer abzukühlen. Wo wir Vielfalt erleben, nicht nur Gleichgesinnte mit ähnlichem Kontostand. Wir wollen unser Wohnumfeld unseren Bedürfnissen anpassen. In eine größere Wohnung ziehen wenn wir Wohngemeinschaften oder Familien gründen. Die Wohnung wieder aufgeben, wenn unsere Kinder alt genug sind, um auf eigenen Füßen zu stehen oder wir uns auseinander gelebt haben. Wir wollen eine solidarische Stadt, die sich an den Bedürfnissen der in ihr lebenden Menschen orientiert. Weiterlesen

Mietenwahnsinn stoppen! Aktionstag am 6. April

Wir sind Teil vom Aktionsbündnis „Mietenwahnsinn stoppen“ Dresden und rufen auf zur Demonstration am 6. April um 14 Uhr am Postplatz

Aufruf

Wie in vielen Großstädten steigen die Mieten in Dresden rasant. Viele Menschen können sich ihre Wohnung kaum mehr leisten. Andere müssen in günstigere Viertel ziehen. Sie werden aus ihrem Umfeld verdrängt, damit einige Wenige mit ihren Immobilien hohe Gewinne erzielen. Während die Löhne seit Jahren auf dem selben Niveau bleiben, wird der Anteil der Miete an den monatlichen Kosten immer größer. Ist die Miete gerade noch bezahlbar, wird sie bei kleinen Einschnitten zur existenzbedrohenden Belastung. Weiterlesen

Brandanschlag auf Rom_nja – Solidarität mit den Opfern in der Trockentalstraße in Plauen!

In Plauen im Vogtland fand zum Jahreswechsel 2017/2018 eine schwere Brandstiftung statt. Am 29.12.2017 brannte ein Haus in der Trockentalstraße. Zwei Jugendliche, die gerade die Straße entlang fuhren, hielten an und halfen den Hausbewohner*innen aus dem brennenden Haus. In dem Haus wohnten mehrheitlich Roma-Familien aus der Slowakei. 19 Personen wurden bei dem Brandanschlag verletzt. Zwei Frauen und ein fünf Jahre altes Kind erlitten so schwere Verbrennungen, dass sie in Lebensgefahr schwebten und auf der Intensivstation versorgt werden mussten. Es handelt sich um den Straftatbestand der besonders schweren Brandstiftung und des versuchten Mordes in einer Vielzahl von Fällen. AnwohnerInnen skandierten „Sieg Heil“, “lasst sie brennen” und attackierten Einsatzkräfte. Die Polizeidirektion Zwickau hat einen vorerst Verdächtigen kurze Zeit später wieder frei gelassen. Weiterlesen