Schlagwort-Archive: Griechenland

Interview mit den Künstler*innen des Distomo-Theaterprojektes

Wir möchten uns für das große Interesse am Dokumentarischen Theaterstück zu dem Massaker der (Waffen-)SS in Distomo und den noch ausstehenden Reparations- und Entschädigungs-zahlungen an Griechenland bedanken. Vielen Dank auch an die Künstler*innen, die aufgrund der großen Nachfrage das Stück zweimal nacheinander aufgeführt haben! Mit Sabine, Stella und Sebastian haben wir uns  über ihre Motive für die Entwicklung des Theaterstückes, die Recherchen, ihren Aufenthalt in Distomo, Argyris Sfountouris, den Stand der Verfahren zu Entschädigungszahlungen, das Davongekommensein der Täter, die Versuche der Deutschen Einfluss auf das Gedenken in Distomo zu nehmen, ausstehende Reparationsleistungen und die Syriza-Regierung gesprochen.

 

Ανοιχτοί λογαριασμοί / Unbeglichene Schuld(en)

Dokumentarisches Theaterstück zu dem Massaker der (Waffen-)SS in Distomo und den noch ausstehenden Reparations- und Entschädigungszahlungen an Griechenland.

 

Freitag, 3. Februar 2017
Stadtteilhaus Dresden – Äußere Neustadt e.V.
Prießnitzstr. 18, 01099 Dresden
Einlass : 19:30 Uhr
Beginn: 20 Uhr
Eintritt frei

Am 10. Juni 1944 überfällt eine deutsche SS-Einheit das griechische Dorf Distomo und ermordet 218 Dorfbewohner*innen. Die Täter werden strafrechtlich nie verfolgt, die umgerechnet 28 Millionen Euro an eingeklagten Entschädigungsansprüchen nie gezahlt. Weiterlesen

Spendenaufruf für das No-Border-Camp in Thessaloniki

Beyond Borders – Make Fortress Europe History!

bannerBEnoborder-720x250

Die transnationale antiautoritäre und antikapitalistischen Plattform Beyond Europe, zu der auch das …ums Ganze! Bündnis gehört, lädt vom 15.- 24.07. zum No-Border-Camp nach Thessaloniki ein. Thessaloniki befindet sich im Brennpunkt der Auseinandersetzungen um die Kontrolle und Verwaltung der Migration und Bewegungsfreiheit. Thessaloniki liegt in Nordgriechenland, in der Nähe der Grenzen zu Albanien, Makedonien und Bulgarien. In der Umgebung der Stadt befinden sich zahlreiche Internierungs- und Abschiebelager. Zudem haben sich in den vergangenen Monaten sowohl in Nordgriechenland wie auch in der weiteren Balkan-Region Solidaritätsinitiativen und -netzwerke gebildet, die die Organisation des No Border Camps stärken und von ihr gestärkt werden können. Alle weiteren Informationen und einen umfassenden Aufruf zum Camp findet ihr hier. Mobilisierung und Organisierung kosten Geld. Daher möchten wir Euch auf die Möglichkeiten für das Camp zu spenden hinweisen: Ihr könnt über diese Seite spenden oder Geld auf unten stehendes Konto überweisen:

Kontoverbindung:
Rote Hilfe Dresden
Subject: Soliparty No-Border-Camp
IBAN: DE72 3601 0043 0609 7604 34
BIC: PBNKDEFF

Danke!

 

EINLADUNG / INVITATION: ‪#‎all2gethernow‬: In Bewegung bleiben – Gegen die Abschottung und ihr Fans

Einladung von …Ums Ganze an die radikale Linke // Invitation to the radical left

# please scroll down for english version #

So schnell kann es gehen. Nach der erfolgreichen Erpressung Griechenlands durch Troika und Bundesregierung schien im Sommer erst mal wieder linke Ratlosigkeit angesagt – selbst bei denen, die keine große Hoffnung in die staatliche Zähmung des Kapitalismus oder ein soziales Europa setzen. Aber die Siegesfeier des Europas, in dem „nun wieder deutsch gesprochen“ werden sollte, war ziemlich kurz. Zahllose Menschen umgingen die Abschottung der Festung und kamen trotz mehrfach gestaffelter Grenzen und einem gewalttätigen Rassismus auf den Straßen einfach selber ins Herz des Krisenregimes. Das Ergebnis: Das Dublin-System der Abschottung und Abschiebung ist zusammengebrochen. Diese Entwicklung ist auch ein Ergebnis der kontinuierlichen Arbeit einer breiten & grenzübergreifenden antirassistischen Bewegung. Weiterlesen

Oxi! – Revue: Fakten, Hatespeech, Solidarität und nicht gemachte Hausaufgaben

+++ aufgrund aktueller Ereignisse verschoben auf unbekannt +++

Veranstaltungsankündigung:
Freitag 28. August, 20 Uhr, Kosmotique, Martin-Luther-Str. 13

Ein Gespenst geht um in Deutschland, es trägt den Namen OXI! Das Referendum der Griech*innen war der Versuch sich gegen ein deutsch-europäisches Spardiktat zu wehren. Dieses Spardiktat umfasst den totalen Ausverkauf, eine massive Verelendung und zwingt Griechenland – nach der nationalsozialistischen Besatzung – ein zweites Mal in die Knie. Seit der Verschärfung der Krisendynamik im Euroraum und dem ersten Hilfeersuchen Griechenlands nahmen die chauvinistischen Töne hierzulande in der Politik, den Redaktionsstuben und an den Stammtischen unentwegt zu.”Die Griechen” hätten “über ihre Verhältnisse gelebt” und seien selbst in der Krise nur mit Feiern und Ouzo trinken beschäftigt. Umgekehrt wird die Potenz der deutschen Wirtschaft selbstverständlich auf die eigene, individuelle übertragen. Anstatt sich auf die Seite der Lohnabhängigen, Arbeitslosen, Geflüchteten und Rentner*innen zu stellen, die in Griechenland, Deutschland und dem Rest Europas am Wenigsten von Wirtschaftswachstum, günstigen Krediten und Steuerhinterziehung profitiert haben, neidet man lieber das, was in Griechenland an Daseinsfürsorge zu Beginn der Krise noch vorhanden war. Der jahrelange Widerstand der Griech*innen gegen die Austeritätspolitik, die Streiks, Demonstrationen ebenso wie die Selbstorganisierung in solidarischen Zusammenhängen, gefolgt vom Sieg von SYRIZA stießen hierzulande auf NULL Verständnis. Mit dem Zuspitzen der Krise von Ende Juni bis Mitte Juli rund um die Verhandlungen der SYRIZA-geführten Regierung und den Vertretern von Internationalem Währungsfonds, Europäischer Zentralbank und EU und das OXI! der Griech_innen wurden das gnadenlose Agieren des deutschen Hegemons und die Töne im überwiegenden Teil der deutschen Medienlandschaft erneut unerträglich.

In unserer Revue werden diese Ressentiments eine Rolle spielen, vor allem aber Fakten, gerahmt von Tickermeldungen und schwarzen NULLEN.

siehe auch unseren Beitrag:
¡Ya basta – Es reicht! Thesen zu Solidarität in der Krise – eine Polemik gegen deutsche “Angebote” in der Krise

Sachsen, du mieses Stück Kaltland

Unser Redebeitrag auf der Demonstration Open your Mind – Stop Racism! am 27. Juli 2015 für eine sichere und menschenwürdige Aufnahme von Geflüchteten!

english version below!

Freitag 23:00 Uhr in der Erstaufnahmeeinrichtung Chemnitz: Weil die frei werdenden Plätze noch gereinigt wurden, mussten etwa 60 Geflüchtete mehr als eine Stunde am Eingang warten. Ohne Getränke und Essen. Als sie sich auf die Zufahrtsstraße setzten, holte der Wachschutz die Polizei, welche die Menschen von der Straße drängten. Helfer_innen haben Lebensmittel durch das Tor gereicht, als das untersagt wurde, mussten sie diese über den Zaun werfen.

Diese Szenen finden in einem Deutschland der schwarzen Null statt. Die deutsche Regierung brüstet sich damit zu haushalten, zu sparen und seine Finanzen im Griff zu haben und zwingt andere Staaten in der Europäischen Union zum neoliberalen Sparterror, der über Leichen geht. Nichteinverständnis und aus-der-Reihe-tanzen wird mit der vollständigen Unterwerfung unter den deutschen Hegemon gerächt, siehe Griechenland. In diesem besagten reichen Spar-Deutschland bleibt es aber offenbar persönlichem Engagement von antirassistischen Aktivist_innen überlassen, dass Geflüchtete eine Grundversorgung erhalten. Eine Grundversorgung meint in diesem Fall Wasser und Brot.

Weiterlesen

Es braucht den Bruch mit der EU

Wir sprachen am 22. Mai 2015 mit Alexandra Pavlou über die aktuelle Situation in Griechenland. Alexandra Pavlou ist im linken Flügel der SYRIZA organisiert und außerdem in basisdemokratisch organisierten Gruppen aktiv, wie z.B. bei einer solidarischen Klinik, welche versucht eine medizinische Grundversorgung für Menschen zu organisieren, die nicht krankenversichert sind. Das schließt auch Geflüchtete mit ein. Alexandra gibt einen differenzierten Blick auf die Situation in Griechenland und die Politik der SYRIZA.
Wir veröffentlichen hier Teil 1 des Interviews. In Teil 2 sprachen wir unter anderem über die Situation Geflüchteter, die solidarischen Kliniken, die Koalition SYRIZA-ANEL (Unabhängige Griechen). Teil 2 werden wir bald ebenfalls hier veröffentlichen.

Hallo Alexandra, vielleicht kannst Du uns einfach mal ein kurzes Stimmungsbild geben, wie momentan bei Euch die Stimmung in Athen ist.

Alexandra: Ja die Stimmung ist nicht sehr gut. Natürlich ist SYRIZA selbst auch irgendwie gespalten, was die Stimmung oder die Erwartungen betrifft. Die Stimmung ist aber bei den meisten nicht sehr gut, denn man erwartet nicht sehr viel Gutes von dem Abkommen [aktuelle Verhandlungen mit der EU; Anm. d. Red.], das wahrscheinlich bald geschlossen wird.
Weiterlesen

Solidarität in der Schuldenkrise

Die solidarischen Kliniken in Griechenland

Donnerstag, 26.2.2015, 20.00 Uhr, Stadtteilhaus Äußere Neustadt, Prießnitzstr. 18

IMG_0130Vor allem Deutschland fordert als Lösung für die Schuldenkrise in Griechenland eine strikte staatliche Sparpolitik. Die Folgen für Griechenland sind Massenarbeitslosigkeit, der Kollaps der staatlichen Sozialhilfe, eine deutlicher Anstieg der Selbstmordrate sowie der faktische Zusammenbruch des Gesundheitssystems. Der symbolische Protest dagegen – Demonstrationen und Generalstreiks – hat über die Jahre abgenommen. Basisdemokratisch organisierte Strukturen hingegen, die praktische Solidarität gegen Sparpolitik und Ökonomisierung der Gesellschaft setzen, weiten sich aus. Ein Beispiel hierfür sind die solidarischen Kliniken. Allein in Athen gibt es mehr als 15 dieser Einrichtungen. Die ehrenamtlichen Helfer*innen und Ärzt*innen behandeln Menschen, die nicht versichert sind: Griech*innen und Migrant*innen gleichermaßen sowie Versicherte, die sich die Zuzahlungen nicht mehr leisten können.
Weiterlesen

"From Manolada to Dhaka … Workers united shall win!"

Ein Bericht zur Arbeit beim Griechischen Flüchtlingsrat in Athen von Mathias Verheyen

Mittwoch, 19. November 2014, 20:00 Uhr, in der Kosmotique (Martin-Luther-Str. 13)

Der griechische Flüchtlingsrat ist als UN-assoziierte NGO eine der wichtigsten Organisationen, die sich für die Belange von Geflüchteten gegenüber dem griechischen Staat, der konservativen griechischen Regierung unter Andonis Samaras (Nea Demokratia) und der Europäischen Union einsetzt. Eine der Hauptaufgaben des Flüchtlingsrates ist es, die griechische Gesetzgebung und Migrationspolitik bezüglich ihrer Konformität mit europäischem und internationalem Recht sowie die Einhaltung humanitärer Standards zu kontrollieren. Hierfür arbeitet der Flüchtlingsrat eng mit dem Europäischen Flüchtlingsrat und verschiedenen NGOs in Europa zusammen.
Die zweite wesentliche Kompetenz des Flüchtlingsrates besteht darin, Asylsuchende auf rechtlicher und sozialer Ebene zu unterstützen, sei es durch kostenlosen Rechtsbeistand, Vermittlung an Sozialarbeiter_innen und Psycholog_innen oder kostenlose Sprachkursangebote.

Mathias Verheyen wird von seiner Zeit beim Griechischen Flüchtlingsrat in Athen und über seine Eindrücke bezüglich der Situation von Geflüchteten berichten.

Foto: Mathias Verheyen.

Foto: Mathias Verheyen. Dieses Bild steht unter einer Creative Commons Lizenz. Es wurden keine Änderungen vorgenommen.

“From Manolada to Dhaka … Workers united shall win!”

Ein Bericht zur Arbeit beim Griechischen Flüchtlingsrat in Athen von Mathias Verheyen

Mittwoch, 19. November 2014, 20:00 Uhr, in der Kosmotique (Martin-Luther-Str. 13)

Der griechische Flüchtlingsrat ist als UN-assoziierte NGO eine der wichtigsten Organisationen, die sich für die Belange von Geflüchteten gegenüber dem griechischen Staat, der konservativen griechischen Regierung unter Andonis Samaras (Nea Demokratia) und der Europäischen Union einsetzt. Eine der Hauptaufgaben des Flüchtlingsrates ist es, die griechische Gesetzgebung und Migrationspolitik bezüglich ihrer Konformität mit europäischem und internationalem Recht sowie die Einhaltung humanitärer Standards zu kontrollieren. Hierfür arbeitet der Flüchtlingsrat eng mit dem Europäischen Flüchtlingsrat und verschiedenen NGOs in Europa zusammen.
Die zweite wesentliche Kompetenz des Flüchtlingsrates besteht darin, Asylsuchende auf rechtlicher und sozialer Ebene zu unterstützen, sei es durch kostenlosen Rechtsbeistand, Vermittlung an Sozialarbeiter_innen und Psycholog_innen oder kostenlose Sprachkursangebote.

Mathias Verheyen wird von seiner Zeit beim Griechischen Flüchtlingsrat in Athen und über seine Eindrücke bezüglich der Situation von Geflüchteten berichten.

Foto: Mathias Verheyen.

Foto: Mathias Verheyen. Dieses Bild steht unter einer Creative Commons Lizenz. Es wurden keine Änderungen vorgenommen.